Mechanik

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Die Mechanik - ein großer Verschleißapparat

Nach spätestens 40 bis 50 Jahren ist eine Mechanik im besten Fall reparaturbedürftig. Die Materialien nutzen sich ab und sind zudem „lebendige“ Werkstoffe, die ohnehin einer gewissen Veränderung durch z.B. Luftfeuchtigkeit unterliegen.

Meistens sind jedoch Teile wie Hammerköpfe, Bändchen, Dämpfung und Federn so verschlissen, dass sie durch neue Materialien ersetzt werden müssen. Sollten auch die Hölzer morsch und vielleicht wurmstichig sein, so ist es manchmal sinnvoller und ökonomischer, Neuteile bei der Restauration zu verwenden.

Verschlissene Mechanik

Abgespielte Mechanik

Einleimen der Hammerköpfe

Restaurierte Mechanik

Die Mechanik-Regulation

Unzählige Teile aus Holz, Filz, Leder und Metall sind bis auf das kleinste Detail aufeinander abgestimmt und eingestellt.

Die Qualität der Mechanik steht und fällt mit der Regulation.

Unabhängig davon, ob und wie viele Neuteile eingearbeitet worden sind, muss jedes einzelne der ca. 5000 Mechanikteile exakt auf ein reibungsloses Zusammenspiel eingestellt werden.

Da Filze, Leder, Federn und Holz flexible Materialien sind, beeinträchtigt schon die kleinste Abweichung den Spielfluss.

Die Mechanik wird beispielsweise hakelig, schwergängig oder trifft schlicht und ergreifend die Saiten nicht präzise.

Kröpfen der Dämpfungspüschel

Ausrichten der Spatien der Dämpfungspüschel

Deshalb setzt PIANOVA-Klavierbau bei der Regulation von restaurierten Mechaniken nur absolute Spezialisten ein, die diese Geduld und Know-How erfordernde Arbeit mit viel Erfahrung ausführen.

Ausrichten der Dämpfungspüschel

Einleimen der Bassdämpfung

Oberdämpfung

PIANOVA-Klavierbau ist auf den Umbau von Ober- auf Unterdämpfung spezialisiert.

Bis ca. zum Anfang des 20. Jahrhunderts waren Oberdämpfungsmechaniken beliebt. Diese Mechaniken bargen jedoch nennenswerte Nachteile:

Den Dämpfern fehlt eine zusätzliche Feder, die den Dämpferpüschel mit mehr Kraft gegen die Saite drückt, weshalb sie nur mit ihrem Eigengewicht abdämpfen. Zudem ist der Dämpfeffekt geringer, da die Seite kurz unterhalb der Aufhängung abgedrückt wird, und nicht wie im optimalen Fall bei 3/7 der Seitenlänge, also unterhalb der Hammeranschlagslinie.

Originaler Oberdämpfer

Oberdämpfer mit angestämmer Platte

Ein Umbau auf Unterdämpfung ist lohnenswert, wenn das Instrument eine gute und zeitgemäße akustische Anlage besitzt und es sich um ein reizvolles Gründerzeit- oder Jugendstil-Gehäuse handelt.

Einbau der neuen Unterdämpfungsmechanik

Fertig umgebauter Unterdämpfer